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Die 5 wichtigsten Kostenfaktoren für Exterior-Renderings

Behalten Sie die Kosten für die Architekturvisualisierung schon während der Planung im Blick.

September 2019 · Lesezeit etwa 8 Min.
Kategorien: 3D-Visualisierung, Architektur, Immobilienvermarktung

Außenvisualisierungen sind zu einem festen Bestandteil jeder Architekturpräsentation geworden und spielen eine Schlüsselrolle im Verkauf von Neubau-Immobilien. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die fotorealistischen Renderings geben bereits vor dem ersten Spatenstich einen eindrucksvollen Blick auf das Objekt und transportieren mehr Details als einfache Handskizzen. Darüber hinaus lässt sich das Objekt auch im Kontext seiner Umgebung besser verstehen und beurteilen.

Visualisierungsstudios wie wir können jedes noch so ausgefallene Architekturprojekt zum Leben erwecken, sei es eine einzelne Holzhütte in den Bergen oder ein umfassendes Stadtentwicklungsprojekt mit mehreren Quadratkilometern Fläche. In der virtuellen Welt sind uns keinerlei Grenzen gesetzt. Doch wonach richtet sich der Preis für Außenvisualisierungen und wie lassen sich diese Kosten schon im Vorfeld einschätzen und einplanen? Wenn Sie regelmäßig Visualisierungen für Ihre Bauprojekte einkaufen, haben Sie sich diese Frage sicher schon gestellt.

Natürlich irgendwie nach dem Aufwand, aber wie setzt sich dieser zusammen? Wir möchten an dieser Stelle nicht tiefer auf die Entstehung von Renderings im Architekturbereich eingehen, sondern uns vor allem auf die Faktoren konzentrieren, die sich auf die Preisgestaltung auswirken. So können Sie in Zukunft schon während der Planungsphase die Visualisierungskosten besser planen.

1. Der Stil der Architektur ist der wichtigste Kostenfaktor

Wenn es um die Aufwandskalkulation für Visualisierungen geht, spielt die Modellierung der Gebäudegeometrie die wichtigste Rolle. Schließlich bauen wir die Architektur exakt nach Ihren Plänen und starten dabei jedesmal bei Null. Aufwendige Fassaden im Jugendstil oder besondere organische Formen stellen dabei eine größere Herausforderung für unsere 3D-Artists dar und benötigen entsprechend mehr Zeit in der Modellierung. Einfache Bauhaus-Geometrie hingegen ist deutlich schneller und damit günstiger umgesetzt. Hinzu kommen Details wie Dachgauben, besondere Balkongeländer, vorgehängte Modulfassaden aus Glas oder Holz und so weiter. Je komplexer die Geometrie und die Materialität, desto höher der Aufwand für die Erstellung des 3D-Modells.

2. Es kommt auf die Größe an

Natürlich spielt die Größe des Projekts eine entscheidene Rolle in der Kalkulation. Handelt es sich lediglich um ein Einfamilienhaus mit zwei Etagen und einem gewöhnlichen Grundstück oder um einen Wolkenkratzer mit umliegendem Stadtviertel. Die Größe der darzustellenden Flächen, sowohl in der Höhe als auch am Boden wirkt sich proportional auf die Visualisierungskosten aus, da sie direkt den Modellierungsaufwand für unsere 3D-Artists widerspiegelt. Müssen ganze Stadtviertel angelegt und detailliert begrünt und ausstaffiert werden, so tun wir dies mit dem selben Blick für Details, wie wir es auch für kleinere Freiflächen tun. Damit sind wir schon beim nächsten Punkt, der Umgebung.

3. Immer die Umgebung im Blick

Keine Immobilie steht im Nichts. Sie existiert immer im Kontext ihrer Umgebung und prägt diese, oder wird durch diese geprägt. Verschweigen können auch wir dies in den Visualisierungen nicht – allerdings stellt sich bei fast jedem Projekt die Frage nach dem Detailgrad. Reicht es, die umliegende Natur oder Bestands-Bebauung abstrakt darzustellen, oder soll auch diese detailliert und authentisch präsentiert werden? Können wir mit Fotos arbeiten, oder muss die Umgebung ebenfalls aufwendig in 3D entstehen? Diese Fragestellungen beziehen wir in unsere Projektkalkulation mit ein, da sie sich mitunter erheblich auf den Produktionsaufwand auswirken können.

4. Mehraufwand durch besondere Licht- und Wettersituationen

Die lange Zeit üblichen Tageslichtsituationen sind verhältnismäßig einfach umzusetzen und erfordern den geringsten Aufwand. Sind allerdings besondere Jahreszeiten wie Herbst oder Winter gewünscht, ist die Darstellung von schneebedeckten Gärten und Dachflächen oder die realistische Umsetzung von Herbstlaub auf den Strassen eine Herausforderung, die sich in erhöhtem Modellierungsaufwand und entsprechend in den Kosten widerspiegelt. Genauso verhält es sich mit Außenvisualisierungen bei Dämmerung oder Nacht: um eine behagliche Stimmung zu erzeugen, wird ein Großteil der Innenräume beleuchtet, wodurch man einen tiefen Einblick in die Wohnräume erhält. Das bedeutet entsprechend viel Detailarbeit bei der Möblierung und Ausstaffierung der Räume.

5. Eine Frage des Blickwinkels

Normalerweise produzieren wir Außenvisualisierungen aus einer normalen Augen- oder Stativhöhe. Dies entspricht unseren Sehgewohnheiten und fühlt sich automatisch „richtig“ an. Manchmal bedarf es aber auch eines etwas höheren Blickwinkels, z.B. um den Blick auf die Dachterrasse zu ermöglichen, bei größeren Bauvorhaben mit mehreren Baukörpern oder bei Stadtentwicklungsprojekten, bei denen der Blick über das gesamte Quartier gewünscht ist. Durch den daraus resultierenden Weitblick und die dargestellte Fläche ergibt sich auch ein größerer Modellierungsbedarf. So muss nun selbstverständlich alles dargestellt werden, was sonst hinter Hecken, Bäumen oder Nachbarhäusern verborgen wäre. Die daraus entstehenden Aufwände berücksichtigen wir bei der Kalkulation der Projekte.

Fazit:

Bereits bei der Planung eines Projekts lassen sich die resultierenden Visualisierungskosten gut einschätzen, wenn man die darzustellenden Flächen und deren Komplexität berücksichtigt. Für gewöhnlich kann man sagen, dass größere und komplexere Projekte entsprechend höhere Visualisierungskosten verursachen. Durch eine entsprechend hohe Zahl an Renderings lassen sich die Preise pro Bild aber wieder senken und man erhält im Gegenzug ausreichend Material für die Präsentation und Vermarktung des Entwurfs.

Redaktion smpl
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